Ein gutes Medientechnik-Briefing für Corporate Events enthält alle technischen und organisatorischen Informationen, die ein Dienstleister benötigt, um die passende Technik zu planen, zu beschaffen und zuverlässig einzusetzen. Dazu gehören Angaben zur Veranstaltungsart, den Räumlichkeiten, der Teilnehmerzahl, dem Programm sowie spezifischen Anforderungen an Ton, Bild, Licht und gegebenenfalls Streaming. Je vollständiger das Briefing, desto reibungsloser verläuft die Planung. Die folgenden Fragen zeigen, worauf es dabei im Detail ankommt.

Welche technischen Angaben gehören in ein Medientechnik-Briefing?

In ein Veranstaltungstechnik-Briefing gehören alle Informationen, die den technischen Rahmen der Veranstaltung definieren: Veranstaltungsort mit Grundriss oder Raumplan, Raumgröße und Raumakustik, Anzahl der Teilnehmer, Art der Bestuhlung sowie vorhandene Technikinfrastruktur. Außerdem sollten Sie angeben, welche Medien eingesetzt werden, zum Beispiel Präsentationen, Videos oder Live-Schaltungen.

Konkret sollte das Briefing folgende technische Punkte abdecken:

  • Raumplan oder Grundriss des Veranstaltungsortes
  • Vorhandene Anschlüsse (Strom, Netzwerk, vorhandene Einbautechnik)
  • Geplante Bestuhlung und Bühnenanordnung
  • Art der benötigten Beschallung (Sprache, Musik, beides)
  • Anzahl und Art der Bildschirme, Projektionsflächen oder LED-Wände
  • Beleuchtungskonzept (Bühnen- und Raumbeleuchtung, Effekte)
  • Netzwerkanforderungen (WLAN für Teilnehmer, dedizierte Leitungen für Streaming)

Besonders wichtig ist der Raumplan. Wer einen Dienstleister ohne Grundriss brieft, riskiert, dass die Technikplanung an der Realität vorbeigeht. Wenn Sie den Veranstaltungsort noch nicht kennen, teilen Sie das im Briefing mit, damit eine gemeinsame Begehung eingeplant werden kann.

Welche organisatorischen Informationen braucht ein Medientechnik-Dienstleister?

Neben den technischen Daten braucht ein Medientechnik-Dienstleister alle organisatorischen Rahmenbedingungen: Veranstaltungsdatum, Auf- und Abbauzeiten, Proben- und Generalprobenplanung, Ansprechpartner vor Ort sowie Zugang zum Veranstaltungsort. Diese Informationen sind genauso wichtig wie die technischen Anforderungen, weil sie die Logistik und den Personaleinsatz bestimmen.

Folgende organisatorische Angaben sollten im Briefing nicht fehlen:

  • Datum und Uhrzeit der Veranstaltung (Einlass, Beginn, Ende)
  • Aufbaubeginn und frühestmöglicher Zugang zum Raum
  • Geplante Proben oder Soundchecks mit Zeitfenster
  • Abbauzeiten und Rückgabefristen für den Raum
  • Ansprechpartner für Technik, Catering und Sicherheit vor Ort
  • Besonderheiten des Hauses (Lärmschutzauflagen, Parkbedingungen für Technikfahrzeuge)

Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Probenplanung. Wer Redner, Moderatoren oder Videopräsentationen hat, sollte mindestens einen technischen Probe-Durchlauf einplanen. Das gibt dem Technikteam die Möglichkeit, Pegel einzustellen, Übergänge zu testen und Fehler zu korrigieren, bevor das Publikum im Raum ist.

Was sollte im Briefing zu Ton und Simultantechnik stehen?

Im Briefing zu Ton und Simultantechnik sollten Sie angeben, wie viele Redner auftreten, ob Simultandolmetschen benötigt wird, in welche Sprachen und für wie viele Zuhörer. Außerdem ist relevant, ob Redner fest am Pult stehen oder sich frei bewegen, und ob Fragen aus dem Publikum über Mikrofon gestellt werden sollen.

Für die Tontechnik sind folgende Angaben hilfreich:

  • Anzahl der Redner und Moderatoren
  • Art der Mikrofonie (Handmikrofon, Headset, Funkmikrofon, Pultmikrofon)
  • Einsatz von Einspielern (Musik, Videos mit Ton)
  • Anforderungen an die Beschallung (gleichmäßige Sprachverständlichkeit, Musikwiedergabe)

Für die Simultantechnik gilt: Geben Sie die Sprachkombinationen an, die Anzahl der Dolmetscher-Kabinen, die Anzahl der benötigten Empfänger für das Publikum sowie die Sitzordnung der Dolmetscher im Raum. Je früher diese Informationen vorliegen, desto besser kann die Infrastruktur dafür geplant werden, denn Dolmetscheranlagen brauchen eigene Übertragungskanäle und Stromversorgung.

Wie detailliert muss ein Briefing für hybride oder gestreamte Events sein?

Für hybride oder gestreamte Corporate Events muss das Briefing deutlich detaillierter sein als bei reinen Präsenzveranstaltungen. Hier kommen technische Anforderungen hinzu, die die gesamte Produktionskette betreffen: Kameraanzahl und Kamerapositionen, Streaming-Plattform, Bandbreite, Rückkanal für Online-Teilnehmer und die Einbindung von Zuschaltungen aus anderen Standorten.

Angaben zur Streaming-Infrastruktur

Teilen Sie mit, über welche Plattform gestreamt wird (firmeneigenes System, externer Anbieter oder eine öffentliche Plattform), ob der Stream passwortgeschützt sein soll und wie viele gleichzeitige Zuschauer erwartet werden. Auch die Frage, ob der Stream aufgezeichnet werden soll, gehört ins Briefing.

Angaben zur Interaktion mit Online-Teilnehmern

Wenn Online-Teilnehmer Fragen stellen oder abstimmen sollen, muss das technisch vorbereitet werden. Geben Sie an, ob ein Moderator die Online-Fragen einliest oder ob Zugeschaltete direkt sprechen sollen. Beides erfordert unterschiedliche technische Setups und beeinflusst die Netzwerkplanung erheblich.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, das Briefing an den Medientechniker zu übergeben?

Das Briefing sollte idealerweise vier bis acht Wochen vor der Veranstaltung übergeben werden, bei größeren oder technisch anspruchsvollen Events noch früher. Dieser Vorlauf gibt dem Dienstleister genug Zeit für Planung, Materialbeschaffung, Personalplanung und gegebenenfalls eine Begehung des Veranstaltungsortes.

Bei kurzfristigen Anfragen ist eine professionelle Umsetzung zwar oft noch möglich, aber der Spielraum für individuelle Lösungen wird kleiner. Wer ein Briefing erst eine Woche vor dem Event einreicht, muss damit rechnen, dass bestimmte Wunschgeräte nicht mehr verfügbar sind oder dass keine Zeit für eine Probeaufstellung bleibt.

Eine sinnvolle Faustregel: Je mehr Technikkomponenten eine Veranstaltung hat, desto früher sollte das Briefing vorliegen. Eine eintägige Tagung mit 50 Personen lässt sich auch mit drei Wochen Vorlauf gut planen. Ein mehrtägiger Kongress mit Simultantechnik, Streaming und mehreren Bühnen braucht mindestens zwei bis drei Monate Planungszeit.

Welche Fehler im Briefing verursachen die häufigsten Probleme bei Corporate Events?

Die häufigsten Probleme bei Corporate Events entstehen durch unvollständige oder zu späte Briefings. Typische Fehler sind fehlende Raumangaben, unklare Programmabläufe, nicht kommunizierte Änderungen kurz vor der Veranstaltung sowie das Vergessen von Sonderwünschen wie Simultantechnik oder Livestream.

Diese Fehler im Event-Briefing führen besonders häufig zu Problemen:

  1. Kein Raumplan oder veralteter Grundriss: Der Techniker plant für einen Raum, der in der Realität anders aussieht. Das kostet Zeit und kann zu Engpässen bei Leitungslängen oder Kabelwegen führen.
  2. Fehlende Angaben zur Bestuhlung: Die Beschallung wird falsch ausgelegt, weil die Sitzanordnung nicht bekannt war.
  3. Programmänderungen ohne Rückmeldung: Ein Redner fällt aus, ein Video kommt hinzu, die Reihenfolge ändert sich. Wenn der Techniker das nicht weiß, sind Übergänge nicht vorbereitet.
  4. Unklare Zuständigkeiten: Wenn nicht klar ist, wer vor Ort für die Technik ansprechbar ist, entstehen im Ernstfall Verzögerungen.
  5. Streaming als Nachgedanke: Wenn der Wunsch nach einem Livestream erst kurz vor der Veranstaltung geäußert wird, fehlt die Zeit für eine stabile Netzwerkplanung.

Ein vollständiges Briefing muss kein langes Dokument sein. Oft reicht eine strukturierte E-Mail mit den wichtigsten Punkten, ergänzt durch einen Raumplan als Anhang. Entscheidend ist, dass alle relevanten Informationen rechtzeitig beim Dienstleister ankommen und Änderungen aktiv kommuniziert werden.

Wie ACS Medientechnik Sie bei der Vorbereitung Ihres Corporate Events unterstützt

Ein gutes Briefing ist der erste Schritt zu einer reibungslosen Veranstaltung. Wir bei ACS Medientechnik helfen Ihnen, diesen Schritt richtig zu machen. Mit über 45 Jahren Erfahrung in der professionellen Veranstaltungstechnik wissen wir genau, welche Informationen wir brauchen und welche Fragen wir Ihnen stellen müssen, um die passende Lösung zu entwickeln.

Was wir für Sie übernehmen:

  • Gemeinsame Begehung des Veranstaltungsortes und technische Bestandsaufnahme
  • Beratung zu Ton, Video, Licht, Simultantechnik und Streaming auf Basis Ihrer konkreten Anforderungen
  • Erstellung eines realistischen Technikkonzepts, das zu Ihrem Budget und Ihren Zielen passt
  • Zuverlässige Umsetzung vor Ort mit erfahrenem Personal und hochwertiger Technik
  • Persönlicher Ansprechpartner von der Planung bis zum Abbau

Sie planen ein Corporate Event und möchten sichergehen, dass die Technik reibungslos funktioniert? Nehmen Sie Kontakt auf und schildern Sie uns Ihr Vorhaben. Wir melden uns zeitnah mit konkreten Vorschlägen zurück.